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Tore, Punkte, Beilagen!

Für reichlich Aufhellung eines (wettertechnisch) trüben Novembertages war am letzten Heimspieltag des Spieljahres 2025 gesorgt. Alle zahlreichen Zuschauer dürften sich zunächst sehr über die eingerichtete "Grillstation" sowie die Getränkeversorgung gefreut haben. Aber auch das "bunte Treiben" auf dem Fußballrasen hatte es bis in die letzte Spielminute in sich und bot beste Unterhaltung. Es war irgendwie typisch für unsere MTV-Kicker in dieser Saison: "Normal" ... geht nicht. Schon bei unserer Zweitvertretung wurde es aufreibender als erhofft. Denn unserer Heimelf gelang in der ersten Halbzeit kein Führungstreffer. Nach der Pause lag man durch ein Gastgeschenk plötzlich 0:1 zurück und hatte kurz zuvor noch einen Spieler per Gelb-Rot-Platzverweis verloren. Doch dann zeigte man in Unterzahl den notwendigen Charakter. Jan-Ole Henning konnte zum 1:1 (76.) ausgleichen und das Team brachte zumindest den einen Punkt dann auch in Unterzahl nach Hause. Anschließend starteten unsere Kreisliga-Aufsteiger und hatten sich offenbar vorgenommen, den sehr treffenden WA-Artikel vom Vortag wörtlich umzusetzen. Aus Sicht der Trainer wäre dies in dieser Form allerdings nicht unbedingt nötig gewesen. Für die Luhdorfer Zuschauer war es dagegen um so interessanter und schöner. Zu Gast war die schwer berechenbare Bezirksligareserve des Buchholzer FC. Zunächst wollten unsere Höllenberger wohl beweisen, dass sie wirklich "auf einen großen Kader zurückgreifen" können (siehe WA vom 08.11.25). Eine Erkältungswelle wütete nämlich durch das Team. Insgesamt mussten die Coaches auf ganze 12 (!) Spieler verzichten. Im Spiel merkte man davon nicht viel. Dass die Heimelf schwer ins Spiel fand lag weniger an den Ausfällen als daran, dass der BFC sehr gut in seinen Matchplan kam und es den Höllenbergern maximal schwer machte. Nicht umsonst hatten die BFCler schon die Liga-Spitzenteams aus Winsen und Moisburg (FC Este) überraschend geschlagen. Die Luhdorfer waren allerdings gut darauf vorbereitet und bespielten die Gäste ab der 20. Minute besser und geduldig. Hervorzuheben war dabei die defensive Disziplin. Speziell die Abwehrlinie um Cedric Schulenburg, Serhat Ataykaya, Lennard Gevers und Sven Netzlaff hatte eine schwere Aufgabe. Sie schoben einerseits ständig aktiv an und wussten dabei genau, dass Ihnen keine Fehler unterlaufen durften, die zu einen Rückstand führen konnten. Denn das hätte den Gästen perfekt in die Karten gespielt und würde vermutlich in eine Niederlage führen. Der 0:0-Pausenstand war daher auch für die Heimelf durchaus ein brauchbarer Zwischenstand. Das kräfteraubende Spiel würde zwangsläufig irgendwann zu Lücken und Fehlern in der BFC-Defensive führen. Bereits kurz nach der Pause war es soweit. Die Luhdorfer erhöhten Tempo und Pressing... und trafen mit zwei sehenswerten Toren von Youngster Kjell Meyer (51.und 56.). 2:0. Vorentscheidung, oder? Denkste. Im WA hatte ja gestanden, dass für die Luhdorfer das "Pendel in knappen Spielen zumeist positiv ausschlägt." Und weil es jetzt gar nicht knapp war, legten sich die MTVler mächtig ins Zeug, dies einfach wieder zu ändern. Die zwei Gegentore gehören jedenfalls ins absolute "Kuriositätenmuseum". Die Buchholzer glichen also bis zur 69. Minute wieder aus, ohne eine echte Torchance gehabt zu haben. Beim 2:2 hatten auch sie sogar selbst kaum mitbekommen, wie und dass der Ball im Tor gelandet war und der Schiri vorher NICHT gepfiffen hatte. Alles also wieder offen. Doch nun taten die Höllenberger alles dafür, ihrem Ruf gerecht zu werden. Die Schlussoffensive war prima und wurde - nach zuvor vergebenen Chancen - in letzter Minute belohnt. Leo Clauer staubte nach einem fiesen Flatterball von Sascha Krause zum umjubelten 3:2 (90.) ab (ausführlicher Bericht jetzt hier unter News/Berichte). Da stieg die Temperatur am gut besuchten Höllenberg sicht- und hörbar an. Für Mannschaft und Zuschauer ein cooles Happy-End. Für die MTV-Trainer zusätzlich einige "graue Haare" mehr. Aber wie lautete die Überschrift von Karsten Schaar im WA so treffend? "Luhdorf fühlt sich in der Kreisliga richtig wohl." Stimmt!

 


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