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Premierenspiel mit 2:2 gewonnen!

Der Winsener Anzeiger hatte in seiner Vorberichterstattung auf ein interessantes Detail für das Gastspiel unserer Kreisliga-Aufsteiger beim TSV Winsen hingewiesen: Diese Partie gab es in einem Punktspiel noch NIE! Das führte noch einmal krass vor Augen, was sich in letzter Zeit getan hat und welchen bemerkenswerten Weg unsere Youngster in kurzer Zeit gemacht haben: Noch vor nur drei Jahren lagen ganze vier (!) Spielklassen zwischen unseren MTVlern und den Kreisstädtern. In den Jahren davor waren es oft eher noch mehr. Ein Punktspiel dieser Art konnte es also nie geben und war auch kaum jemals denkbar. Zumal beim MTV keine Mittel zur Spieler- und Trainerfinanzierungen aufgewendet werden. Vielmehr hatte sich das Team 2021 vermeintlich eher "altmodischen" Fußballerwerten wie Identifikation, Zusammenhalt, Spaß, Disziplin, Beständigkeit sowie fleißige Trainingsarbeit "verordnet". So wie es in der eigenen JFV-Jugend stets erlebt wurde. Umso erfreulicher, dass man damit als Aufsteiger nun sogar in der Spitzengruppe der Kreisliga mitmischen darf. "Auf Augenhöhe mit dem TSV Winsen, Leute. Respekt. Das gab´s in Luhdorf noch nie. Und egal wie das Spiel heute ausgeht... Ihr habt bereits gewonnen!" Die Coaches wollten gern, dass das Team einfach frei spielt. Um zu bestehen, würde es auf das "Mindset" angekommen. Also freimachen von "Derby"-Ambitionen, von Ehrfurcht, von etwaigen Provokationen oder gar irgendwelchen "alten Rechnungen", von eigenen Erwartungen oder auch von der Tabellensituation. Alles unnötige potenzielle Störfaktoren. Natürlich ließ sich das Team beim Umziehen in der Kabine dann erstmal den folgenden Spaß nicht nehmen: Sobald Trainer-Ohren in der Nähe waren, hieß es grinsend "Geil, Derby" oder "Mega, endlich Derby". Humor darf und muss sein! Jedenfalls VOR dem Match. Aber "auf´m Platz" setzten die MTVler dann doch das richtige "Mindset" um und ließen sich nicht entscheidend aus dem Konzept bringen. Und das obwohl der eigene Plan zunächst völlig in die Hose ging. Nicht aus Übermotivation oder Unvermögen. Die TSVler hatten die Gäste schlichtweg mit einer Defensiv- und Kontertaktik überrascht. Als Heimelf und favorisiertes Spitzenteam war das eher nicht erwartet worden. Die Spielbeobachtungen der Trainer waren zunächst wertlos; und somit auch die eigene Aufstellung und einige Positionierungen nicht ganz optimal. Mit zwei MTV-Ballverlusten im zentralen Mittelfeld ging die TSV-Taktik schnell auf. Zwei Blitzangriffe und eiskalte Verwertung ... prompt lagen die MTVler 0:2 zurück (11./14.) ehe das Match überhaupt richtig begonnen hatte. In dieser Phase kauften die abgezockten Bezirks-/Landesligaerfahrenen TSV-Haudegen unseren Youngstern förmlich "den Scheid" ab. Die zahlreichen mitgereisten Anhänger auf der Tribüne befürchteten schon ein "Debakel". Aber die Trainer stellten trotzdem nicht um. "Die kriegen das hin. Mindestens der zweite Teil des Plans kann noch aufgehen." Dafür musste das Spiel erstmal offen bleiben. Bei der bisherigen negativen Zweikampfbilanz musste das spielerisch gelingen. Der vorbildlich herausgespielte Anschlusstreffer in der 24. Minute war dafür Beleg und Segen. Über ein gekonntes Dreiecksspiel am rechten Flügel lief die Kugel vor den 16er und von dort direkt weiter nach halblinks auf Baran Büyüksahin. Ein Antritt, ein beherzter Flachschuss ... drin. Nur noch 1:2 (24.). "Wow. Schick gespielt," kommentierten fachkundige neutrale Zuschauer neben der MTV-Trainerbank. Augenblicklich und spürbar veränderte sich etwas in den Köpfen beider Mannschaften. Die Luhdorfer fühlten sich jetzt besser im Spiel und die TSVler nicht mehr ganz so sicher. Bis zur Halbzeit hielt das Ergebnis. Mit Vorteilen der Winsener. Pause. Zeit für etwas Justierung. Man war zuversichtlich, dass die Gäste die defensive Disziplin und das Tempo auf dem tiefen Platz nicht halten würden. Vorausgesetzt man würde nun aber auch selbst mal mutiger in die Duelle gehen und robuster dagegenhalten. Gerade Kapitän Clauer machte diesen Umstand gesondert zum Thema "Jungs, nur WIR entscheiden, ob wir noch etwas holen." Und, kurz gesagt, kamen die MTVler in der zweiten Halbzeit ziemlich eindrucksvoll zurück. Man bespielte jetzt die richtigen Räume, gab die Kugel öfter weiter bevor die TSVler Zugriff fanden und man ließ sich nicht mehr einfach "die Butter vom Brot" nehmen. Für Kjell Meyer freute man sich im MTV-Lager dann besonders. Denn gerade der U19-Kicker musste in der ersten Hälfte heftig einstecken und Lehrgeld bezahlen. Doch in der 56. Minute und schon mit lädiertem Knöchel holte er es sich zurück. Schön von Sven Netzlaff eingesetzt, gewann er den Sprint, war eher am Ball als der herauseilende Keeper, blieb ruhig und legte den Ball trotz Bedrängnis ins leere Tor. 2:2. Sofort brachten die MTV-Trainer jetzt die "zweite Luft" und noch mehr Offensive ins Spiel. Eine überragende Kontergelegenheit vereitelte die MTV-Defensive riesig. Aber von da an gehörte die zweite Hälfte den Gästen. Die Winsener verlegten sich auf hohe lange Bälle, in der Hoffnung den eigenen wieselflinken Torjäger irgendwie nochmal einsetzen zu können. Vergeblich. Stattdessen hatten die Höllenberger die mit Abstand größte Chance, auf drei Punkte zu stellen. Der beste Spielzug der zweiten Hälfte gelangte zu Ozan Özmen, der Abschluss kam, das 3:2 schien schon auf der Anzeigentafel ... doch der TSV Keeper holte eine Monsterparade raus und sicherte seinem Team das - aufgrund der ersten Halbzeit - verdiente 2:2 (ein Spielbericht jetzt hier unter News/Berichte). Nach allem, was oben beschrieben wurde und wie sich die Höllenberger nach dem Schreck des schnellen 0:2-Rückstand verhalten und zurückgespielt haben, war man sich unter den erleichterten MTV-Zuschauern einig: "Mit 2:2 gewonnen!" Vielen Dank für den Support! 


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Höllenberg 2 

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