Jörn Stolle von der Sparkasse Harburg-Buxtehude hatte es wieder einmal geschafft und für die Auslosung zur 39. Ausgabe des Stadtpokals eine sehr sachverständige "Los-Fee" gewinnen können. Der Ex-Profi von Eintracht Frankfurt und Bronze-Medaillen-Gewinner, Ralf Sievers, war seiner Einladung gefolgt. Er zog am Ende des Abends nicht nur die Lose, sondern hatte zuvor den zahlreichen Vereinsvertretern einige interessante, humorvolle und spannende Geschichten aus seiner Zeit des Profifußballs mitgebracht. Bei über 230 Bundesligaspielen war da natürlich einiges zusammengekommen. Dabei brachte der Lüneburger stets eine bemerkenswerte Bescheidenheit zum Ausdruck. So sei seine Profikarriere - neben dem sportlichen Talent - nicht zuletzt auch durch eine Reihe von passenden, glücklichen Umständen gestartet. "Damals war dies eben möglich, auch wenn man bis zur B-Jugend noch bei einem Dorfverein spielte," so Sievers. Vom SV Eddelstorf, Landkreis Uelzen, ging es den langen Weg über die Kreisauswahl, die Bezirksauswahl, die Niedersachsenauswahl dann zum DFB-Lehrgang. "Und wenn man gerade da einen guten Tag hatte ... ." Der damals finanziell drastisch angeschlagene Bundesligist Eintracht Frankfurt musste auf junge Spieler setzen und verpflichtete den U-20-Weltmeister. Ein guter Deal für beide Seite, der zum Gewinn des DFB-Pokals 1988 führte. Prompt folgte für Sievers die Berufung ins deutsche Olympiateam, welches mit Jürgen Klinsmann, Frank Mill, Karl-Heinz Riedle oder Thomas Häßler stark besetzt war und 1988 in Seoul Bronze gewann. Und auch langjährige St. Pauli-Fans verbinden mit Ralf Sievers mindestens eine große Geschichte: Im März 1991 erzielte er den entscheidenden Treffer zum sensationellen 1:0 Auswärtssieg gegen Bayern München im Olympiastadion (https://www.youtube.com/watch?v=fZ_VEOKSLac). Heute fühlt sich der Ex-Profi weitaus mehr dem Amateur-Fußball verbunden. "Da schau ich viel lieber zu!" Und so schloss er nicht aus, beim Stadtpokal am 03.01.2026 auch selbst vorbeizuschauen. Zunächst schritt er aber zur Auslosung und holte zwei spannende Gruppen aus dem Lostopf (siehe Fotos, Quelle Karsten Schaar). Insbesondere die Gruppe A hat es in sich, wo neben dem TSV Stelle gleich vier "Schwergewichte" des Kreisfussballs aufeinandertreffen. Unser MTV Luhdorf/Roydorf landete in Gruppe B.
So sieht´s aus:
Gruppe A Gruppe B
MTV Borstel/Sangenstedt (Ausrichter) Winsener FC
SG Scharmbeck/P./A. TSV Auetal
TSV Winsen MTV Luhdorf/Roydorf
Eintracht Elbmarsch FC Roddau
