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Mit Blitzstart zum verdienten 1:0-Heimsieg!

Rückblickend hatten sich zwei Maßnahmen vor der Heimspielpremiere 2026 besonders ausgezahlt. Zum einen das kurzfristig anberaumte Testspiel gegen unserer JFV-A-Jugend. Nach dem misslungenen "Kaltstart" in Holvede (0:3) brauchte man einfach nochmal etwas Spielgefühl auf dem heimischen Höllenberg. Denn es galt, den Fokus voll und ganz darauf zu legen, die in Holvede verlorenen Punkte gegen die Bezirksligareserve des TSC Elstorf schnell zu kompensieren. Zum anderen war die Arbeit von Physio Lisa Sauer diesmal besonders wertvoll. Denn der Einsatz von mehreren MTVlern wackelte. Sehnen, Muskeln, Knochen, Rücken. Alles dabei. Lisa hatte alle Hände voll zu tun und fing extra schon früh am Spieltag an. Aber es lohnte sich ... denn so gab es vor und während des Spiels keine zusätzlichen Ausfälle. Wichtig. Denn mit Bilal Ballout, Umut Ataykaya, Hendrik Arndt, Tobi Engel und Felix Köppe fehlten schon eine ganze Reihe guter Potenziale. Dazu eben die angeschlagenen Wackelkandidaten. Es wurde jeder gebraucht. Sogar Neuzugang Marcel Heinrich kam vorsichtshalber erstmals mit auf die Bank. Berechtigt. Denn bei einem Ausfall von Rechtsverteidiger Lennard Gevers während des Spiels hätte man das halbe Team umstellen müssen, um die Position passend neu zu besetzen. Mit Heinrich war dagegen bei Bedarf auch ein 1:1-Wechsel möglich. Trotzdem war es gut, dass es letztendlich nicht dazu kam.

 

Vielmehr stellte sich die Startformation von Beginn an als ziemlich ideal passend heraus. Nicht selbstverständlich. Denn man kann sich auf diesen Gegner personell faktisch kaum einstellen. Die Reserve des Bezirksligatabellenführers bringt regelmäßig Bezirks- und Landesligaerfahrung aus der "Ersten" mit. Man weiß nie, wer da "um die Ecke kommt," beschrieb es Trainer Thorsten Hänel am Samstag im Winsener Anzeiger. "Es geht heute nur um uns und wie wir spielen wollen. Egal wer auf der anderen Seite steht," brachten es die Coaches auf den Punkt. Daran hielten sich die MTVler vom Anpfiff weg vorbildlich. Und das obwohl die Gäste tatsächlich gerade offensiv mit sehr fähigen Spielern verstärkt waren. Dafür erwischten die Höllenberger allerdings einen optimalen Blitzstart und machten da weiter, wo sie am Dienstag gegen die A-Jugend aufgehört hatten. Nämlich mit einem Tor ihres Kapitäns Leo Clauer. Zuvor war Kjell Meyer gut in Szene gesetzt worden und brachte die Kugel unter Bedrängnis in die Gefahrenzone. Dort wurde es unübersichtlich, denn der Torschütze wurde von einer Überzahl an Abwehrspielern eskortiert. Trotzdem gab er dem Ball stürzend einen Impuls in Richtung Torlinie und zwang damit auch den TSV Keeper zur Reaktion. Das Leder flipperte gegen den linken Innenpfosten und von dort in den 5-Meter-Raum zurück. Clauer schaltete am schnellsten. Während die TSVler alle noch am Boden lagen, versenkte er den Ball nun ins leere Tor zum 1:0 (4.).

 

Damit war der zählbare Höhepunkt des Spiels bereits erreicht. Wenngleich sich bis zum Schlusspfiff eine muntere, engagierte und spannende Partie entwickelte. Nicht nur durch den Führungstreffer, sondern auch in der gesamten Spielführung waren die Höllenberger im Vergleich zur Vorwoche wie ausgewechselt. Bissig und engagiert in den Zweikämpfen, diszipliniert und kompakt in der mannschaftlichen Geschlossenheit sowie sichtlich konzentriert waren die MTVler in den meisten Szenen den entscheidenden Schritt schneller. Die Defensive resümierte nach den 90 Minuten KEINEN ernsthaften Torschuss der Gäste. Und das will bei der Qualität des mitgebrachten Goalgetters durchaus etwas heißen. Allerdings war auch in den eigenen Offensivbemühungen wenig Durchschlagenes gelungen. Janning Dreusicke hatte die einzig weitere Großchance vor der Pause. Doch frei vor dem Gästekeeper hatte er den Lupfer etwas zu hoch angesetzt. Schade. Die zweite Hälfte begann mit einigen Umstellungen der Gäste, die sich für die Heimelf besonders zwischen der 45. und 60. Minute kompliziert darstellten. Die TSVler bekamen Überwasser, weil sie jetzt mit zwei Spitzen agierten sowie die eigene Balance im Mittelfeld und auf den Flügeln veränderten. Torchancen sprangen zwar noch nicht dabei heraus und dennoch war erkennbar, dass die Luhdorfer sich darauf dringend neu ausrichten mussten. Die Coaches dachten kurz über einen Spieler- und Systemwechsel nach. Doch dann ging es im geschickten Verbund auch so.

 

Der umsichtige Midfielder Sven Netzlaff ließ sich etwas tiefer vor oder in die Kette zurückfallen. Die Außenverteidiger Gevers und Henri Manewald rückten weiter nach Innen ein. Dafür mussten Baran Büyüksahin und Dreusicke auf den Flügeln bei Bedarf die eigenen Flanken notfalls tief mit absichern. Und auch Sascha Krause positionierte sich zurückhaltender, um die Kreise der neuen zentralen Anspielstation der Gäste im Mittelfeld einzuschränken. Die überaus starke Innenverteidigung mit Serhat Ataykaya und Cedric Schulenburg hatte dadurch gegen den Ball und gegen die zwei Spitzen der Gäste immer genug Unterstützung, um den eigenen Job weiterhin sicher zu erledigen und Keeper Niklas Rudolph den Nachmittag weitgehend "arbeitslos" zu gestalten. Nach einer Stunde hatten die Luhdorfer die Partie augenscheinlich wieder besser unter Kontrolle. Allerdings fehlte ein zweites Tor. Mit der Einwechslung von Marc-André Böhme begann ab der 57. Minute quasi ein neues Spiel. Das lautete: "MTV Luhdorf/Roydorf gegen TSV Keeper Pascal Wölk". Denn immer wenn der potenzielle zweite Treffer in der Luft lag, hatte der Gästetorwart seine Hände dazwischen. Dabei griff er meistens schon ein, bevor es richtig brannte. Es machte den Eindruck als hätten die Gastgeber keine großen Chancen gehabt. Die Bilder aber zeigen, dass eigentlich Angriff auf Angriff auf das TSV-Tor zurollte. Jedoch Dank Wölk nichts zwingend wurde. So mussten die Luhdorfer in den Schlussminuten dann also doch noch etwas zittern. Doch mit den Einwechslungen der Youngster Marvin Bodenstein und Kjell Harden blieb alles stabil und "zu Null". Fazit: Drei weitere Punkte auf´s Konto!  


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Höllenberg 2 

21423 Winsen