Der Schockmoment war groß als unsere Herrenteams zu den Auswärtsspielen gegen den TSV Heidenau ankamen. Die Spiele waren nicht wie üblich in der kleinen "Allianz-Arena" von Heidenau angesetzt. Dort hatte eine Fachfirma offenbar die Plätze ruiniert, sodass die Gastgeber zum SV Dohren ausweichen mussten. Doch auf dem Sportgelände war derart viel Betrieb (Baseball und Jugendfussball), dass schon die Parkplatzsuche nicht ganz einfach war. Die Kabinen waren natürlich auch beengt. Und dann machte der Blick auf dem Sportplatz deutlich, dass in Dohren ansonsten seit einiger Zeit kein Fußball mehr gespielt wird. Kein Vorwurf an den TSV ... aber um ehrlich zu sein ... es war für alle vier Teams ein schlimmer "Acker". Gerade unsere Kreisligaaufsteiger mussten sich an ihre schlimmsten Auswärtsspiele auf den B- und C-Plätzen der 3., 2. oder 1. Kreisklasse erinnert fühlen. ABER - so viel Lob muss sein - alle machten "gute Miene zum bösen Spiel" und versuchten sichtlich die Situation anzunehmen. Es ging um Punkte. Und die konnte man ja nun nicht abschenken. Das taten die MTVler dann auch nicht. Im Gegenteil. Gerade unsere Zweitvertretung konnte die Situation für sich sogar bestens nutzen. Sie nahm einen sehr wichtigen 5:1-Erfolg aus Dohren mit und konnte somit den Abstand auf die Abstiegsregion deutlich vergrößern. Marek Henschel traf früh zum 1:0 (4.). Ole Stein und Jan-Ole Henning (17./30./37.) konnten bis zur Pause sogar auf 4:0 erhöhen und die Partie frühzeitig entscheiden. In der zweiten Hälfte hielt man in einem ansonsten ausgeglichenen Match die Heidenauer im Ergebnis auf Abstand. Diese verkürzten spät zwar auf 1:4. Doch Henning stellte noch später den alten Abstand zum Endstand von 5:1 (90.+4) wieder her. Ein sehr wichtiger "Dreier". Anschließend wollte auch unsere "Erste" die äußeren Bedingungen nicht mit einer Niederlage gegen den letztjährigen Bezirksligisten verbringen. Dabei setzte es bereits nach zwei Minuten einen ärgerlichen Dämpfer. Sascha Krause knickte auf dem "Acker" um und konnte mit geschwollenem Knöchel nicht weiterspielen. Ein wesentlicher Baustein des Matchplans war gleich zu Beginn ausgeknockt. Na toll. Die Trainer mussten nun mit Plan-B, eine Art "Teilzeitmodell", agieren. Denn alle alternativen Kicker auf der zentralen Offensivposition kamen nicht für 90 Minuten in Frage. Also gab es eine für Stammgäste der Luhdorfer recht ungewöhnliche Wechselfolge (ausführlicher Bericht hier unter News/Berichte). Aber das MTV-Team kam damit zurecht, biss sich in die Partie, verteidigte engagiert und setzte über Phasen auch aussichtsreiche eigene Akzente. Ansehnlicher Fußball war beiden Teams kaum möglich. Die Gastgeber kamen besser ins Spiel und hatten die ersten Top-Chancen, die Keeper Robin Hoffmann glänzend parierte. Allmählich fanden aber auch die Höllenberger heraus, was auf diesem "Geläuf" ging ... und was eben nicht. Henri Manewald (2) und Leo Clauer hatten vor der Pause die eigene Führung auf dem Fuß. In der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild. Beide Teams schenkten sich nichts und blieben dabei dennoch stets fair. Beide hofften auf einen Lucky Punch und hatten auch ihre Gelegenheiten dazu. Doch am Ende stand insgesamt eine "Null". Schade, aber dennoch ein respektables Ergebnis, das die Höllenberger durchaus als "Punktgewinn" verbuchen können. Schließlich gehören die Heidenauer aktuell zur Spitzengruppe (Fünfter) und könnten bei zwei Nachholspielen weiter aufschließen. Und überhaupt: beim TSV zu punkten gehört allgemein zu den anspruchsvolleren Aufgaben der Kreisliga. Insofern machen unsere Aufsteiger auch in der Rückrunde bisher weiter einen "guten Job". Was es überhaupt mit dem "Überraschungsteam" der diesjährigen Kreisligasaison auf sich hat, wollte Moritz Studer für den Fußballdienst "Fupa" mal genauer wissen. Herausgekommen ist ein redaktioneller Artikel, der die wesentlichen Hintergründe kurz und sehr treffend "auf den Punkt" bringt (nachzulesen unter dem Link "Höhenflug am Höllenberg: Das Luhdorf-Konzept"). Wir freuen uns natürlich, dass das langjährige und fleißige Engagement unserer MTV-Kicker auch von Außen positiv wahrgenommen wird und Früchte trägt. Und es wird auch beständig weitergearbeitet. So können wir kurzfristig hier auch über die erfreulichen Aspekte der Kaderplanungen für die kommenden Spielzeiten (plural) berichten. So viel sei schon mal verraten: Abwerbeversuche bei unserer "Ersten" bleiben zwecklos - die Höllenberger stehen wie in den Vorjahren weiter komplett zusammen! Details folgen.
