· 

Grillen, Rückstand, Rot ... am Ende 5:1!

Es war angerichtet und aufgetischt. Das März-Wetter war fantastisch. Und auch der Grill war ausgepackt und reichlich gedeckt. Wenn jetzt noch die Ergebnisse stimmen, schöne Tore fallen und Punkte herausspringen ... was würde man mehr wollen am Heimspieltag. Aber da hatten lange Zeit die Akteure auf dem Platz noch einiges dagegen. Beide MTV-Teams hatten arge Personalsorgen. Gleich zehn (!) potenzielle Startelfkicker fehlten unserer "Ersten". Daher konnte man auch unsere Zweitvertretung nicht personell unterstützen, die ebenfalls einige Ausfälle hatte. Insofern war das "Vorspiel" unserer "Zweiten" lange Zeit eine etwas zähe Angelegenheit. Dazu trug auch der gute Start der MTVler bei, die durch Mika Schmeichel früh in Führung gehen konnten (5.). In der Folge sah die Heimelf keine Veranlassung sich auskontern zu lassen. Die Gäste aus Jesteburg konnten sich gegen die Defensive der Gastgeber nur selten durchsetzen. Es war ein patt. Bis dann die Schlussphase anbrach und der Schiedsrichter es zusätzlich spannend machte. Zunächst gab es in der 87. Minute einen Elfmeter für die Gäste und damit das 1:1. Kurz darauf eine Ampelkarte sowie einen nicht gegeben potenziellen Strafstoß für die Luhdorfer. Die Stimmung war kurz angeheizt. Doch kurz darauf war das Spiel beendet. Mit dem Punkt konnte unsere Reserve letztendlich gut leben. Im Hauptspiel wollte unser Kreisligateam unbedingt den Heim-Dreier. Doch der Spielstart misslang völlig. Ein Durchbruch des abstiegsbedrohten TuS Nenndorf wurde an der Strafraumgrenze per "Halten/Stoßen" gestoppt. Der gute Schiri Beck entschied in allen Grenzbereichen gegen die Höllenberger. Foul im und nicht vor dem Strafraum. Elfmeter. Und dann noch Platzverweis, weil es als Notbremse ausgelegt wurde. Alles vertretbar. Aber hart. Noch härter wäre es gekommen, wenn Schiri Beck nicht wenigstens seinen Irrtum korrigiert hätte und die rote Karte für Leo Clauer zurücknahm. Clauer war nämlich gar nicht beteiligt. Und auf der zentralen Mittelfeldposition drückte der Personalschuh besonders. Hier wäre ein Verlust also noch schwerer zu kompensieren gewesen. Aber auch so war der Platzverweis eine schwere Hypothek, zumal auch der Strafstoß verwandelt wurde. 0:1 und nur noch 10 Mann nach vier Minuten... schlimmer kann ein Spiel kaum beginnen. Interessanterweise nahmen die Trainer aber keinen Feldspieler aus der Partie oder richteten die Taktik neu aus. Es blieb bei der ursprünglichen offensiven Ausrichtung. Man löste stattdessen eine zentrale Mittelfeldposition auf. Beide Außenverteidigung mussten bei Ballbesitz nach vorne und gegen den Ball zur Mitte schieben, um die Lücken zu schließen. Riskant. Aber man lag ja eh schon zurück. Ohne eigene Treffer ginge es nicht. Letztendlich ging es perfekt auf, weil sich das MTV-Team geradezu vorbildlich engagierte und sich aufwendig und diszipliniert bewegte. Zunächst dominierten zwar die Gäste noch, wurden aber dabei in ein sehr intensives Laufspiel gezwungen. Trotz Überzahl konnte kein Nenndorfer stehen bleiben. Und spätestens ab der 30. Minuten kippte die Partie klar auf MTV-Seite. Die Gäste wurden spürbar müder. Und dann belohnten sich die Luhdorfer sogar noch vor der Pause mit dem verdienten Ausgleich. Noch dazu mit einem wahren Traumtor. Cedric Schulenburg hatte sich auf links den Ball geschnappt und den Angriff eingeleitet. Zusätzlich lief Schulenburg aber auch noch anschließend im hohen Tempo in die Tiefe, wurde vom anderen Außenverteidiger Sven Netzlaff mit einem herrlichen Chipball in den Strafraum bedient und verwandelte die Vorlage volley zum Ausgleich (40.). Art und Zeitpunkt war ideal. Wer so ein Tor in Unterzahl erzielt, trifft den Gegner doppelt und steigert das eigene Selbstbewusstsein. Der Wirkungstreffer war spürbar. Die Gäste bauten jetzt enorm ab und Clauer sowie Marc-André Böhme hätten sogar vor der Pause noch einen Treffer nachlegen können. In der Halbzeit waren die Höllenberger sehr zuversichtlich. Diese Zuversicht stieg weiter, als auch die Nenndorfer in der 54. Minute eine rote Karte kassierten. Nun war Personalgleichstand und viel Platz auf dem Rasen. Es wirkte wie eine Vorentscheidung. Die Gäste waren am Limit und die Luhdorfer legten nach. Als Kjell Meyer in der 60. Minute die 2:1-Führung erzielte, waren die Höllenberger nicht mehr zu stoppen. Mit der Einwechslung von Umut Ataykaya in der 74. Minuten wurde es vor dem Tor noch zwingender. Clauer (75.) und noch zweimal U19-Youngster Meyer (81. / 89.) erhöhten auf 5:1. "Ende gut alles gut"! (Ein ausführlicher Hintergrund-Bericht hier unter News/Berichte). Anschließend gab´s noch ein paar schöne Sonnenstunden am Grill. 


Hier geht es zur Jugend:


Anschrift Höllenberg

Höllenberg 2 

21423 Winsen