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Kein "Killer", kein Strafstoß, kein Tor = 0:1 bei SaGa!

Das, was die MTVler am Ostermontag selbst tun mussten, um das Nachholspiel bei der SG Salzhausen/G. zu gewinnen, ist nicht gelungen. Dazu hätte es gereicht, einfach nur ein, zwei von mehreren 100%igen Torchancen ins Netz zu drücken. Doch der sogenannte "Killerinstinkt" war nahezu allen Höllenbergern verloren gegangen. Wenn dann noch krasse und nachweisliche Fehlentscheidungen der Unparteiischen dazu kommen, dann ist es eben möglich, dass man eine klar überlegen geführten Partie verlieren kann. Dabei sah es zunächst so aus, als wenn die Luhdorfer die Gastgeber förmlich an die Wand spielen würden. Sehr ansehnlich kombinierten sich Baran Büyüksahin, Henri Manewald & Co. mit spielerischer Leichtigkeit durch die Salzhäuser Abwehrlinien. Nach neun Minuten hätte es ohne weiteres 2:0, 3:0 heißen können, ja müssen! Zunächst scheiterte Leo Clauer aus kurzer Distanz. Dann wurde eine Ecke von der Linie abgewehrt. Und kurz darauf war der Treffer endgültig fällig: Marc-André Böhme hatte schnell geschaltet und perfekt serviert. Sascha Krause schloss aus 7 Metern freistehend direkt auf´s Tor ab. Doch leider ging der SG-Keeper bei Krauses Geschoss nicht gut genug "in Deckung" und bekam die Kugel direkt ab. Unglaublich, dass der Ball nicht ins Netz ging. Stattdessen tat dies der erster Angriffsversuch der Gastgeber, der eiskalt zum 1:0 (10.) eingeschoben wurde. Keeper Niklas Rudolph, der ansonsten heute KEINEN einzigen Ball parieren musste, war da chancenlos.

 

Das 0:1 nervte die hochüberlegenen Weiß-Blauen natürlich mächtig. Dennoch ließen sie sich zunächst wenig aus der Ruhe bringen und spielten weitgehend überzeugend weiter. Serhat Ataykaya und Luis Hessenmöller waren bei Konteransätzen aufmerksam und alle anderen Mitspieler gingen offensiv ausgerichtet zu Werke. Kjell Meyer vergab nach einem Alleingang freistehend. Aber dann, endlich, belohnten sich die MTVler. Büyüksahin gab den Ball hinein. Sturmführer Meyer stocherte die Kugel in Richtung Tor. Der Torwart war geschlagen, der Ball in Richtung Netz unterwegs und nicht mehr zu stoppen. Es war weithin gut sichtbar, dass die Linie überschritten wurde. Bis dann ein SaGa-Verteidiger den Ball eher aus Frust noch wegschlug, war "das Ding" noch klarer drin. Auch die Körperhaltung der SaGa-Kicker drückte aus, dass der Ausgleich gefallen war. Die meisten Zuschauer hatten es ohnehin gesehen. Umso überraschender lief das Spiel aber weiter. Denn das Unparteiischen-Team nahm die ziemlich exklusive Wahrnehmung ein, dass der Ball "auf der Linie" war. Da blieb den Luhdorfern nur der (chancenlose) berechtigte Einwand. Ärgerlich. Erstrecht als später auf dem Bildmaterial unserer "Foto-Fee" Kirsten nochmal deutlich wurde wie weit der Ball tatsächlich schon über der Linie war. Noch größer wurde das Unbehagen, als Böhme kurz darauf im Strafraum förmlich wegrasiert wurde... und wieder ein Pfiff ausblieb.

 

Nun wurde natürlich die unglückliche Zusammensetzung des Schiedsrichtergespanns unvermeidbar präsent. Zur Einordnung MUSS man allerdings sagen, dass (erstens) einzelne (Fehl-)Entscheidungen NICHT für die Niederlage der Höllenberger verantwortlich waren und (zweitens) NIEMANDEN eine Absicht unterstellt wird. Fakt ist lediglich, dass BEIDE Teams im Vorwege Zweifel austauschten, ob die Schiedsrichterkonstellation für diese Partie besonders glücklich gewählt war, da die "Nähe" der Protagonisten zu den Mannschaften/Vereinen nicht wegzudiskutieren war. Die Gefahr, dass es bei engen Entscheidungen - egal in welche Richtung - für das Gespann knifflich würde, war augenscheinlich. Allerdings hatten beide Teams darauf verzichtet, frühzeitig und von sich aus um Änderungen zu bitten. Warum eigentlich? Zugegeben... blöder konnte es natürlich auch kaum laufen, dass ein sichtlich glasklarer Treffer fällt, der nicht erkannt wird. Es traf die Luhdorfer. Hätte aber genau so gut anders herum (dumm) laufen können. So oder so ... man kann und sollte Schiedsrichter grundsätzlich vor solchen Konstellationen schützen. Für die Zukunft kann man daraus lernen. Mit dem Rückstand zur Pause nahm die Partie in der zweiten Hälfte keine Wende mehr. Direkt mit Wiederanpfiff waren zwar noch zwei gute Ausgleichschancen zu verzeichnen. Doch ab der 60. Minute hatten sich die Gastgeber immer sicherer in der engagierten Defensivarbeit eingerichtet inkl. geschicktes Verzögern und Tempoverschleppung. Das in der ersten Hälfte noch hervorragende Flügelspiel der Luhdorfer, das Aaron Dronka und Lennard Gevers aus der Verteidigung prima anschoben, verlor an Schwung. Großchancen wurden weniger.

 

Die MTV Coaches versuchten das Spiel mit den Einwechslungen von Jannik Pahl und Umut Ataykaya noch mal zu beleben. Zwei, drei gute Szenen ergaben sich, wurden jedoch nicht zwingend. Auch Luis Wedemeier kam frisch, um weiterhin Konter zu unterbinden und sich - ebenso wie Marvin Bodenstein - eventuell bei Standards noch erfolgversprechend einzubringen. In der Schlussphase kam es dann auch wieder zu einigen vielversprechenden Ausgleichschancen, wo durchaus noch ein Ball hätte durchrutschen können. Gerade Manewald kam noch einmal gefährlich zum Abschluss, traf den Ball aber nicht richtig. Und mit der letzten Ecke sorgte Clauer per Kopfball noch für kurze Hoffnung. Aus einigen Blickwinkeln schien der Ball tatsächlich im Tor gelandet zu sein... doch es war das Außennetz. Schade. Direkt danach war Schluss mit einer zweiten Halbzeit, die deutlich ereignisärmer war als der erste Durchgang. Es blieb beim ärgerlichen 0:1 und dafür waren die Höllenberger vollständig selbst verantwortlich. Mit einer etwas besseren Chancenauswertung und einem treffsicheren "Killer" wäre es leicht vermeidbar gewesen. Umso mehr ist es natürlich aber auch ein Fakt, dass ein nicht erkanntes Tor sowie ein ausgebliebener Elfmeterpfiff eben leider auch nicht hilfreich waren.              

 

     


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