Trotz starker Gäste waren am vergangenen Heimspielsonntag sechs Punkte für unsere MTV-Teams drin. Doch alle Höllenberger versäumten es, in überlegenen Phasen bei hochkarätigen Chancen jeweils einen Heimsieg einzufahren. Insbesondere bei unserer Zweitvertretung schaute man bei Abpfiff einigermaßen fassungslos drein. Von Beginn an waren Luis Wedemeier & Co. gegen den leicht favorisierten TV Asendorf gut im Spiel. Bereits in der Anfangsphase gab es beste Chance. In der 30. Minute belohnte Jan-Ole Henning sein Team nach einer Ecke für die überlegene Spielweise und staubte zum 1:0 ab. Hochverdient ging man damit in die Pause. Mit Wiederanpfiff dezimierten sich die Gäste durch eine Gelb-Rote Karte (46.). Nichts deutete darauf hin, dass sich die Luhdorfer den "Dreier" heute nehmen lassen würden. Sorgen konnte allenfalls die mangelnde Chancenverwertung machen. Über insgesamt 80 Minuten standen aber sonst alle Zeichen auf Heimsieg. Was allerdings dann ab der 81. Minute geschah war ein Dammbruch. Das MTV-Team fing sich zunächst den unerwarteten 1:1-Ausgleich (81.) und stellte danach kollektiv den Dienst ein. So kamen die Gäste in der Schlussphase zu zwei weiteren Treffern (90. / 91.) und durften den Höllenberg mit einem 3:1-Auswärtssieg verlassen. Einen nicht unähnlichen Spielverlauf schien anschließend auch das Kreisliga-Spitzenspiel unserer "Ersten" zu nehmen. Die Arndt/Hänel-Elf legte zunächst einen beeindruckenden Spielstart hin. Das "Bällchen" lief wie am Schnürchen und binnen kurzer Zeit kamen die Höllenberger zu diversen Großchancen. Eine davon nutzte U19-Youngster Aaron Dronka nach feinem Doppelpass zur frühen Führung (3.). Anschließend hätten Sascha Krause & Co. das Ergebnis nennenswert in die Höhe schrauben können, so deutlich war die Dominanz der Heimelf im ersten Viertel der Partie. Doch der VfL Maschen kam aus dieser Phase weitgehend ungeschoren davon. Ob es an Umstellungen der Gäste lag oder die MTVler es ab der 25 Minute einfach zu sehr schleifen ließen ist schwer zu sagen. Jedenfalls verloren die Luhdorfer aus unerfindlichen Gründen den Faden. Und prompt wurde erkennbar, dass es sich beim VfL eben doch um ein Spitzenteam der Kreisliga handelt, das mit einem Sieg auch selbst wieder voll "im Geschäft" um den Relegationsplatz wäre. Ein schöner Steckpass und der VfL-Torjäger schweißte den Ball aus vollem Lauf mit dem ersten Torschuss der Gäste in den Giebel zum 1:1 (32.). Puh, was für eine kalte Dusche. Ein eindrucksvoller Anschauungsunterricht für Effektivität. Von nun an wirkte die Spielanlage der Maschener aussichtsreicher. Einzig der hervorragenden Verfassung der Luhdorfer Abwehrreihe war es verdanken, dass die Gäste zumindest nicht öfter gefährlich vor das MTV-Tor kamen. Aber die Vorderleute hatten samt und sonders Zugriff und Spiellaune verloren und fanden diese trotz optischer Feldvorteile auch in der zweiten Hälfte nicht wieder. Der VfL lauerte. Mit Erfolg. Ein völlig missratener Flügelwechsel führte in den Gegenzug. Ein Querpass, Abstauber, 1:2 (69.). Damit war der VfL zurück im Aufstiegsrennen und das spürte man. Bissig und Zweikampfstark wollten sie diesen Sieg nach Hause fahren. Doch eines muss man unseren Höllenbergern lassen: Immer wenn man sie schon abschreibt ... sind sie urplötzlich wieder da. Charaktersache! Jetzt, wo doch alles schon verloren schien, kam das Team zurück. Und wie. Ab der 80. Minute war es ein reiner Sturmlauf. Beim VfL schwanden die Kräfte, während die MTVler zulegen konnten. Und sie belohnten sich auch. Aus dem Gewühl fiel Krause der Ball auf den Fuß und der fackelte nicht lange. 2:2 (86.). In diesem Flow war nun sogar wieder ein Sieg drin. Mit der letzten Aktion rettete erst der VfL-Keeper glänzend. Aber den Nachschuss mussten die Höllenberger eigentlich über die Linie bringen... doch der Ball landete am Außennetz. Schade! Letztlich ist das Remis aber leistungsgerecht (ausführlicher Bericht jetzt hier unter News/Berichte). Und trotz eines versäumten "Dreiers" half dieser Punkt den Luhdorfern mehr als den Gästen, die damit - ebenso wie parallel auch der TSV Winsen - aus dem Rennen um die Vizemeisterschaft ausscheiden. Den dritten Platz haben unsere Aufsteiger sicher und die Sensation weiter in der eigenen Hand. Es bleibt spannend!
